Lebenslauf

JosefLada

1887

Geboren am 17. Dezember in Hrusice, einem Dorf 30 km von Prag entfernt in der Sázava-Region.

1893

Trat in die dreiklassige Schule in Hrusice ein, die er in 1901 verlässt.

1901

Einen Monal lang ist er als Maler von Zimmern und Theaterdekorationen in der Lehre in Prag.

1902

Tritt die Lehre beim Buchbinder – Vergolder, Herrn Karásek an (den Lehrbrief erwarb er in 1905), bei der Arbeit lernt er Zeichnungen und Gemälde bekannter tschechischer Maler und Illustratoren kennen, liest die Werke tschechischer Klassiker. Lebt und arbeitet in Prag.

Nach den Weihnachten malte er auf Bestellung zwei Portraits für das Bühnenzimmer der Dilettantenvorstellung eines Theaterstücks.

1904

Zeitschrift „Máj“ druckt seine ersten vier Zeichnungen ab.

1904 - 1906

Besucht Abendmalkurse auf der Kunsthochschule.

1906

Wird ordentlicher Schüler der Kunsthochschule, die er jedoch bald verlässt, einerseits aus Existenzgründen, andereseits wegen unzureichende Form des Studiums. Zeichnet für verschiedene Zeitschriften, aber als Schüler muss er verschiedene Pseudonyme benutzen. Illustriert das erste Kinderbuch „Das Märchen von Hans und die goldhaarige Isola“ (Pohádka o Honzíčkovi a zlatovlasé Isole).

1907

Lernt Jaroslav Hašek kennen, druckt seine Zeichnungen in vielen Zeitschriften ab (Besídka malých, Humoristické Listy, Neruda, Svítilna)

1909

Wird zum verantwortlichen Redaktor der humoristischen Zeitschrift „Karikatury“.

1911

Zeichnete und gab sein erstes Bilderkinderbuch „Mein Alphabet“ (Moje abeceda) heraus, das seitdem schon 23-mal erschienen ist,. Beginnt zum ersten Mal Tiere zu zeichnen

1912

Zeichnet für die satirische Zeitschrift „Kopřivy“.

1913

Das zweite Kinderbuch „Kalamajka“ mit Text von Jaroslav Hašek, erscheint.

1916

Zeichnete für die Abendzeichnung „Právo lidu“.

1917

„Ladas heitere Naturgeschichte“ (Ladův veselý přírodopis) erscheint, dieses Buch mit den Versen von František Hrubín zeichnete er in 1950 neu um.

1918

Die Zeitschrift „Šibeničky“ beginnt zu erscheinen, Zusammenarbeit mit vielen Illustratoren.

1921

Auf die Bestellung von Jaroslav Hašek hin illustrierte er den Umschlag der Heftausgabe „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ (Osudy dobrého vojáka Švejka). Es war die einzige Zeichnung in diesem Werk, die Hašek sah.

1921 - 1940

Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen (České slovo, Kvítko z čertovy zahrádky, Lidové noviny u. Ä.).

1923

Befreundete sich mit dem bedeutenden Maler Václav Rabas. Im Juni heiratete er in Prag nach achtzehnjähriger Bekanntschaft Hana Budějická.

1923 - 1925

Malte 540 Schwarz-Weiß-Zeichnungen auf das Thema „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“.

1925

Im Dezember wurde die Tochter Alena, die spätere bekannte Kinderbuchillustratorin, geboren.

1925 - 1942

Illustrierte mehr als 110 Bücher für Kinder und Erwachsene und für das Werk von Jaroslav Hašek. Wurde auch zum Schriftsteller von Kinderbüchern.

1926

Erste selbständige Ausstellung im Mánes-Saal in Prag.

1926 - bis heute

Selbständige, komplexe und kollektive Ausstellungen: Paris, Wien, Berlin, Genf, Riga, Venedig, Rom, Edinburgh, Stockholm, Budapest, Moskau, Sofia, Korea, Vietnam, China, Frankreich. Darüber hinaus  an vielen Orten in Böhmen und große Ausstellungen in Prag.

1928

Im Dezember wurde seine zweite Tochter Eva geboren.

1930 - 1952

Schuf eine Vielzahl von Entwürfen für Theaterbühnen und Kostüme für das Nationaltheater, das Vlasta-Burian-Theater und für weitere tschechische Theater.

1942

Schrieb und illustrierte das Gedächtnisbuch „Die Chronik meines Lebens“ (Kronika mého života). Im Oktober verbot Wolfgang Wolfram von Wolmar, mit der Aufsicht über den Protektoratdruck beauftragt, über die Zeichnungen zu referieren, deren Autor Josef Lada war. Josef Lada wurde sofort aus dem Journalistenverband ausgeschlossen.
Bis Ende der Besetzung lebte seine Familie von den Einnahmen privater Sammler. Viele seine Werke tauschte er gegen Essen und sonstige lebenswichtige Bedarfsmittel ein.

1945

Im Februar kam seine Tochter Eva bei einem Flugangriff auf Prag tragisch um.

1947

Am 9. September wurde er von der Regierung der Tschechoslowakischen Republik zum Nationalkünstler ernannt.

1948 - 1955

Filmzusammenarbeit. Aufbruch zu Zeichentrickfilmen, Dokumentarfilme über Josef Lada.

1950 - 1957

Zusammenarbeit mit dem Kinderbuchverlag Nakladatelství dětské knihy SNDK (heute Albatros). Schöpfung neuer Farbillustrationen für seine Bücher.

1951

Im Februar stirbt seine Frau Hana.

1953 - 1954

Zeichnete 226 neue Farbillustrationen für das Buch „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“.

1955 - 1957

Widmet sich Buchillustrationen, der letzte Titel: Jan Drda „Tschechische Märchen“ ( České pohádky).

1957

Im Juni beendete er sein letztes Gemälde und im Juli in Hrusice (wo er seit 1924 stets seinen Arbeitsurlaub verbrachte) seine letzte Zeichnung.

Am 14. Dezember stirbt Josef Lada in Prag  und wird auf dem Friedhof Olšany beerdigt.



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